Sonntag, 12. Mai 2019

Schon wieder Müll

So schlecht wie nix!
... oder
Die unendliche Geschichte

Da muss ich ja meine ganze Posthistorie durchforsten, um herauszufinden, wie oft ich mich schon mit dem Thema „Müll“ beschäftigt habe.
Es gibt aber wieder Neues zu berichten: Die „Superrecyklingcenter“ wurden neu hergerichtet. Bisher waren die ja sehr unschön anzuschauen. Zwar gab es beschriftete Container, aber daneben noch jede Menge undefinierte und unbeschriftete Behältnisse, deren Deckel man anheben musste, um zu sehen was darin deponiert wurde, ... ein wildes Durcheinander. Des Weiteren wurde in dem umzäunten Bereich verbotenerweise immer wieder irgendein Müll abgelegt, der dort nichts verloren hatte. Ein relatives Chaos, sehr unsauber. Und der Geruch ließ keinen Zweifel, wo man sich befand.

Die Umzäunung ist beseitigt, es gibt nur noch 7 zylinderförmige, dunkelgraue Container mit Deckel. Sehr sauber und aufgeräumt sieht das aus.

In Sønderho gibt’s gleich zwei: Am Strandvej auf dem Parkplatz gegenüber der Kirche und in Vester Storetoft bei der Gård Butik.
Das sieht jetzt sehr ordentlich, aufgeräumt und sauber aus.

Fünf Tonnen sind für Wertstoffe:
GLAS – METAL – HÅRD PLAST – PAP – PAPIR


Sie sind mit einem Deckel
mit Schließmechanismus verschlossen.





Zwei Tonnen sind für Bio- und Restabfall


mit einem interessanten Mechanismus: Hebt man den Deckel an, findet man eine zylinderförmige Vertiefung, in die man den Abfall legt. Beim Schließen des Deckels dreht sich dieser Halbzylinder, der Inhalt fällt in die Tonne. Öffnet man den Deckel erneut, ist die Mulde wieder leer. Was in der Tonne liegt, ist nicht zu sehen. Sie bleibt relativ verschlossen.

Diese neuen Abfall-/Recyklingcenter sind gewiss auch widerstandsfähiger gegen Ungeziefer jedweder Art. Mäuse gibt es ja jede Menge. Obwohl man 2017 einer toten Ratte habhaft wurde, gilt Fanø ja immer noch als rattenfreie Zone.

Insgesamt ist die Renovierung der Superrecyklingcenter gut gelungen. Und die Abfalltrennung wird gewiss besser als zuvor geraten.

Allerdings haben die an gelbe Säcke gewöhnten Deutschen (wie wir) doch noch Probleme. Vieles, was bei uns als „Wertstoff“ eben dort landet, muss hier zum Restmüll, weil es diese Kategorie nicht gibt (z. B. Weichplastik, Plastiktüten, gesäuberte Milchtüten, …).

Diese Woche war wieder Müllabfuhr. Ein riesiges Müllfahrzeug fährt (möglichst nah) an den Standort der Mülltonnen (diese Woche war Restmüll dran). Eine Tonne mit gerade mal den Boden bedeckendem Inhalt wird geleert.
Nach wie vor erscheint uns das gegenüber der früheren Praxis mit den grauen Säcken extrem unwirtschaftlich. Das schwere Fahrzeug zerpflügt zudem regelmäßig unbefestigte Teile der Wege.
Mama Vogelsberger planiert das immer wieder mit einem Schippchen. Bis zur nächsten Müllabfuhr: The same procedure!

Freitag, 10. Mai 2019

Fahrt zur Insel

... oder
So langsam wird es Zeit!

Schon eine Woche ist vergangen, so langsam wird es Zeit, mal wieder einen Post zu schreiben.
Man fängt vorne an, also mit der Reise.

Früher, als ich noch jung und fit war, also vor wenigen Jahren, hab‘ ich die Strecke von zuhause bis zur Insel, 936 km, am Stück bewältigt. Dreimal ca. 300 km mit zwei längeren Pausen. Heuer, im Alter von nahezu 75, ist das zu anstrengend. Wenn man in die Jahre kommt, macht sich anstelle von Stress und Hektik auch mehr die Gemütlichkeit breit. Also fahren wir in Etappen, hälftig zu je ca. 450 km an zwei Tagen.
Sich freitags auf den Weg zu machen, auch noch in einer Woche mit Feiertag und Brückentagen, schien mir sehr risikoreich. Aber wider Erwarten ging es sehr flott voran, mit nur einem einzigen Stau auf der A5 hinter Frankfurt bei Friedberg. Stop-and-go, zum Glück mit mehr Go als Stop, aber die Schlange mit Lkw auf der rechten Spur war beängstigend gewaltig.
Wenn man eine längere Fahrt vorhat, sollte man am besten nicht vor Fahrtantritt zum Frühstück zwei große Tassen Kaffee trinken, so wie ich, leichtsinnigerweise. Denn schon bei Frankfurt meldete sich die Blase, die zunehmend Entleerung forderte. Aber sucht mal im Großraum Frankfurt Parkplätze mit WC an der Autobahn, die haben Seltenheitswert.
Aber ausgerechnet im Stau kamen wir an einem Parkplatz – mit WC – vorbei, der auch in Bezug auf eine „Staupause“ Erleichterung verschaffte. Aber fragt nicht, wie es da aussah. Drei Unisex-Toiletten, total verkifft, schmutzig und stinkend. Und eine lange Reihe von Mülltonnen, aber alle prallvoll. Ein Zumutung. Man muss sich schämen für solche Zustände in einer der führenden Nationen dieser Welt.
Aber insbesondere in letzter Zeit gibt es ja immer mehr Lebensreiche, in denen unsere früher so schmucke Bundesrepublik gewaltig ins Hintertreffen geraten ist. Vormals auf vorderen Plätzen in Rankings der Nationen dieser Welt landen wir heute immer häufiger nur im Mittelfeld oder gar auf hinteren Plätzen.

Die zweigeteilte Fahrt Richtung Sønderho hat sich jedenfalls bewährt.
Nach dem Frankfurt-Stau ging’s zügig bis zur Region Hannover, unserer Zwischenstation.
Am nächsten Tag von Hannover bis zum Ziel war es ebenfalls erträglich, mitunter voll und deswegen zäh, z. B. durch Hamburg, aber phasenweise auch erstaunlich leer. Den einzigen Stau hatten wir an der Grenze – was sonst; aber nur zwei Kilometer. Und ob der vielen, meist unendlich langen Baustellen (mit 60 oder 80 km/h) haben wir mittlerweile einen gewissen Gleichmut entwickelt.

Inzwischen ist die A7 ja von Hamburg bis Bordesholm nigelnagelneu, leider durchgängig mit Begrenzung auf 120 km/h; die Fahrbahndecken müssen eingefahren werden. Mit relativem Entsetzen hörten wir dann im Radio, im Landtag werde darüber diskutiert (die Grünen wollen das), diese Beschränkung dauerhaft zu belassen. „Dann macht’s doch wenigstens wie die Dänen, also 130 km/h!“ ging mir durch den Kopf.


Apropos Baustellen: Wir haben noch etwas erlebt, was neu für uns war. Eine 7 km lange Baustelle, zweispurig, mit Überholverbot und der bebilderten Anweisung „versetzt fahren“ – Ups! noch nie gesehen!. Die Recherche hinterher ergab, dass das seit zwei Jahren so eingerichtet werden darf – in engen Baustellen mit einer geringen „Überholspur“-Breite von 2,00 oder 2,10 Metern.
Wie breit ist mein Fahrzeug? Unter Punkt 19 der Zulassungsbescheinigung ist das zu finden, allerdings ist der dortige Wert ohne (!) Außenspiegel … aber »Achtung!«, die Beschränkung gilt für die Breite mit Außenspiegeln. In der 406 Seiten umfassenden „Betriebsanleitung“ habe ich dieses Maß (bis jetzt) nicht gefunden. Im Internet findet man den Tipp: Vordere Seitenscheiben runter und mit einem flexiblen Maßband selbst messen. Viele VANs oder SUVs oder Transporter, die auf der beschränkten Überholspur unterwegs sind, überschreiten die für das Überholen erlaubte Breite deutlich. Aber auch sehr viele „zierlich wirkende, normale“ Fahrzeuge sind breiter als erlaubt.

Dieses Schild ist das bessere.
Denn das Obige macht glauben:
Rechts Lkw, links Pkw.
Der ADAC hat eine (natürlich nicht vollständige) Liste parat. Nach Aussage des Automobilclubs sind heute über 70% der Fahrzeuge inkl. Außenspiegel breiter als 2 Meter.
Unser Auto ist 30 mm zu breit. Aber deswegen nicht überholen dürfen? Immerhin bringen 10 km/h mehr doch einen Zeitgewinn, … glaubt man! Es ist aber viel weniger als man denkt: 7 km Baustellenlänge mit 70 km/h statt erlaubter 60 km/h zu durchfahren bringt gerade mal 1 Minute. Dafür lohnt es nicht, sich an breiten und schwankenden und manchmal nicht die Spur haltenden Lkw vorbeizuquetschen. Höchstgefährlich! Und zugleich gegen das Überholverbot ob der Fahrzeugbreite zu verstoßen. Das kann teuer werden. Das Ding „Überholverbot + versetzt fahren“ funktioniert überhaupt nicht. An einer Auffahrt im Baustellenbereich fuhr ein Polizeifahrzeug auf, fuhr mittig über der gestrichelte Linie, die Laufschrift auf dem Dach zeigte „Überholverbot“ und „versetzt fahren“. Sogar die „Trottel“ unmittelbar vor oder hinter der Polizei kapierten das immer noch nicht. Diese Regelung wird – da bin ich sicher – zum Flop.

Wird das konsequent beachtet, dann bewegt sich der ganze Tross längs der Baustelle mit der Geschwindigkeit des langsamsten Fahrzeugs. „Schmidtchen Schleicher“ gibt das Tempo vor, ojemine!
Und die Bildung einer Rettungsgasse, das lernen wir nie!


Die Beschäftigung mit diesem Thema und die Erkenntnis, dass die Übertretung der Geschwindigkeit viel weniger bringt als man denkt, sollte doch zu einem gesitteteren Fahrstil führen:
Keep cool and calm!

Wenn ich auf der Autobahn von Frøslev nach Esbjerg Havn (152 km) statt 130 km/h ein „bisserl schneller“ fahre, z. B. mit Tempomat 137 km/h, gewinne ich gerade mal 4 Minuten. 1:06 statt 1:10 Stunden. Forget it, lohnt nicht.


Mittwoch, 13. Februar 2019

Mitbringsel

oder Souvenir, Andenken, Erinnerungsstück, Reminiszenz, ...



Ich nehme an, dass all jene Menschen, die Fanø zu ihrem fortwährenden Urlaubsort auserkoren haben, von jedem Aufenthalt diverse Erinnerungsstücke mit nach Hause bringen. Über die vielen Jahre hinweg dürfte sich so manches angehäuft haben. Reminiszenzen an eine schöne Welt, die sie lieben.
  • Bernsteine gewiss, möglichst viele und große, aber natürlich nicht gekauft, sondern selbst mühselig gesammelt.
  • Natürlich Mega- bis Gigabyte an wunderschönen Bildern im Smartphone, die häufig zu wenig Würdigung erfahren; vielleicht sollte das eine oder andere vergrößert und gerahmt die Wand schmücken oder eine Auswahl in einem Fotobuch landen.
  • Ein Dannebrog en miniature – vielleicht viele an einer Schnur als Schmuck für den Weihnachtsbaum – oder auch in größerer Ausgabe (entsprechend der Wortbedeutung „Flagge der Dänen“) wird wohl auch dabei sein.
  • Und mindestens ein Nisse darf auch nicht fehlen.
  • Im Herbst einen Birkenporling geerntet und zu Hause aufwendig zu einem gesunden Tee verarbeitet. Wer's glaubt, bei dem wirkt's.
  • Möglicherweise war so mancher Kofferraum mit Schwemmholz*) gefüllt, um das zu Hause zu einer schmucken Installation zu verarbeiten. Gehäuse von Muscheln/Meeresschnecken und sonstige Fundstücke vom Strand werden auch dabei sein.
  •  ... etc. pp.
Schwemmholz/Fundstücke


*) Draußen steht noch eine ganze Klappkiste voll, auf die Verarbeitung wartend.

Wir haben übrigens die Erfahrung gemacht, dass „eingefleischte“ Fanø-Fans in ihrer Wesensart manches ihr eigen nennen können, was man dort vorfindet an Lebensart und -freude. Gesellig, freundlich, zugewandt, hilfsbereit, ... hyggeartig halt.💗



Wie wäre es denn, wenn ihr uns wissen lassen würdet, was denn euer schönstes Mitbringsel ist?
Da könnte man einen Wettbewerb veranstalten.
Besonders schön ist es, wenn das Erinnerungsstück nicht ein verstaubendes Schattendasein fristet, sondern anregt, sich intensiver mit den Sachverhalten zu beschäftigen, die ihm innewohnen.

Im Treppenaufgang z. B. – jeden Tag gehe ich vielfach daran vorbei und schau's mir an – hängt ein Poster aus den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, 100 mal 60 cm groß, mit dem Titel „H.C. Andersen’s Danmark“


Tivoli
Noch immer bin ich damit beschäftigt, die Bauwerke/Denkmäler/... etc. zu identifizieren, die dort dargestellt sind, aber vollends gelungen ist mir das noch nicht.

Dort, wo es dabeisteht – TIVOLI – war es einfach; der Eingang zum Vergnügungspark und die Pagode sind unverkennbar.



Andere sind so markant, dass es nicht sonderlich schwerfällt, sie zu erkennen oder zu recherchieren.
Öresundbrücke
Frederikskirche / Schloß Rosenborg
Reiterstandbild Frederik V.
Segelschulschiff Danmark (1934)
Vor Frelsers Kirke
(Erlöserkirche)



Vielleicht können die Leser helfen, noch andere Details zu demaskieren.



Nachtrag:
Dank Hilfe von Christine ist das rechte Bild identifiziert. 

Es zeigt den Nyhavn Kopenhagen und das „Lightship Gedser Rev“.
Und für das mittlere Bild gab sie den Hinweis, es handele sich um ein Schloss. Das half mir, es zu finden: Schloss Frederiksborg, ein Wasserschloss in Hillerød.
Christine sei Dank!


Andersons Geburtshaus
Bild von Marco Kalund
Und natürlich war das auch Anlass, sich mit H. C. Andersen und seinen Märchen zu beschäftigen. 156 soll er geschrieben haben.

1805 in Odense geboren, nur 70 Kilometer von Kolding entfernt.
Und sein wahrscheinliches Geburtshaus erinnert doch sehr an eine Ecke in Sønderho.





Dienstag, 12. Februar 2019

Mitbringsel: Streichhölzer ...

... verpackt!

Streichholzschachteln waren mit ihren Etiketten schon immer und sind auch heute noch ein beliebter Werbeträger, weil die Schachteln sehr häufig in die Hand genommen und damit auch besichtigt wurden und werden.
Wer so etwas sammelt (Phillumenie/Phillumenist), der hat es schwer, denn ich schätze mal: es gibt Milliarden davon, auf der ganzen Welt (heute wegen der Benzin- und Gasfeuerzeuge aber weniger). Sich da zurechtzufinden, ist jedenfalls eine Sisyphus-Arbeit!
Und natürlich wurden auch Reiseziele damit beworben.
Gehören dänische „Sikkerhedstændstikker“ zu euren Mitbringseln?
„Sikker...stikker“, ein lustiges Wort! Und „tænd“ bedeutet „Funken“.
Bei uns heißen die ja auch „Sicherheitszündhölzer“, und ich fragte mich, warum die so heißen. Es gab und gibt in der Geschichte dieser Feuerhölzchen ja auch andere Sorten, doch dazu später mehr in einen anderen Post. Jedenfalls waren sie eine überaus bedeutende Erfindung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die es nunmehr jedem Menschen ermöglichte, zu jeder Zeit und nahezu jedem Ort schnell und vor allem mühelos Feuer  zu entfachen.
Feuerstein
Bild von Adrian Michael
Im Prinzip ging es immer darum, Funken zu erzeugen, aus diesen glimmende Glut und daraus eine Flamme, die dann weiter genährt werden musste. Natürlich gab es zuvor viele Jahrtausende lang schon „Feuerzeug“ – eben Zeug, um Feuer zu entfachen – aber das war ein aus mehreren Teilen bestehendes Equipment, das in ein einer Tasche mitgeführt wurde (z. B. Feuerstein, Metall und Zunder). Alles was man brauchte, um aus der Reibungshitze Feuer zu entfachen, war nun im Streichholzkopf (Überallzündhölzer) oder im Streicholzkopf und der Reibefläche (Sicherheitszündhölzer) vereint.
Spanschachtel

Zu den Schachteln: Die Zündhölzer waren anfangs in Span-/Sperrholzschachteln untergebracht, direkt aus dünnem Holz gefertigt, heute sind sie überwiegend aus Karton.


Was wir in den Siebziger-/Achtziger Jahren aus Dänemark mitbrachten:

Na ja, die können aus allen Regionen stammen.

Aber die folgenden Schachteln sind eindeutig von der Insel:

Mühle in Sønderho

Kirche in Nordby

Schmucke Hotels in Fanø-Bad, leider plattgemacht!

Sind sie nicht schön?
Manche Streichholzschachteln werden zu immensen Summen gehandelt.
Aber diese werden um keinen Preis verscherbelt, und sei das Angebot von fanøverrückten närrischen Phillumenisten noch so hoch!
Es wäre wunderbar, würde eine solche Serie noch mal aufgelegt.

Aber auch die anderen Schachteln bieten noch interessante Informationen.
Hergestellt wurden die Streichhölzer von der Firma H. E. Gosch & Co. Sie gehören zur Serie „Tordenskjold“.
Schlacht vor Göteborg
Peter Wessel Tordenskiold (Tordenskiold = „Donnerschild“ ist der Adelsname von Peter Wessel) war ein dänisch-norwegischer Marineoffizier während des Großen Nordischen Krieges 1700 bis 1721 (gekämpft wurde um die Vorherrschaft im Ostseeraum zwischen der Allianz Russland/Dänemark-Norwegen/Sachsen-Polen gegen Schweden, Verlierer war schlussendlich Schweden). Auf der Vorderseite der doppelten Streichholzschachtel (bordtændstikker = für den Tisch) ist die Schlacht von Tordenskjolds Fregatte gegen zwei schwedische Schiffe dargestellt. Auf der Rückseite ist die Geschichte erzählt:


Tordenskjolds zweites Schiff, Løvendahls Galeere, war trotz des Namens keine Galeere, sondern eine Fregatte mit achtzehn Kanonen. Dieses Schiff passte zu seinem Temperament, weil es ein guter Segler war, mit dem er schnelle Kreuzfahrten machen konnte, vorzugsweise außerhalb der Sicht der Admirale, die ihn durch ihre Vorsicht und mangelnde Initiative unglücklich machten. Im August 1713 schlich sich Tordenskjold vor Göteborg ein und wurde von zwei schwedischen Schiffen mit 94 Geschützen angegriffen, mehr als das Fünffache der Übermacht! Es wurde drei Stunden lang gekämpft; aber wie durch ein Wunder konnte Løvendahls Galeere dank hervorragendem Segeln dem scheinbar sicheren Schicksal entkommen.

Dargestellt ist noch eine „schwere achtzehnpfündige Schiffskanone“ (damals wurden die Kanonen nach dem Gewicht ihrer Kugeln klassifiziert).
Ca. 190 Streichhölzer seien in der Schachtel; ich hab sie nicht nachgezählt.



In Kalundborg/Sjælland gibt es ein Streichholzmuseum: Det Danske Tændstikmuseum.
Bild entnommen aus
der Kindle-Edition des
Struwwelpeter
Ich hab' dem Museum eine Mail geschickt, um anzufragen, ob sie die Fanœ-Tændstikker besitzen. Hans-Henrik vom Museum hat gleich geantwortet: Leider nicht!


Unzählige Geschichten ranken sich um das Streichholz.
Ohne dies hätte es zum Beispiel das Paulinchen im Struwwelpeter nicht gegeben.

Lesen Sie auch die Posts 📯
»Mitbringsel« und »Mitbringsel: Ein Pilz …«


Sonntag, 10. Februar 2019

Mitbringsel: Ein Pilz ...

... namens Birkenporling

Statt eines Textes könnte ich doch mal eine Bildergeschichte „schreiben“.
So à la „Vater und Sohn“, welche die Betrachter – so wie früher in der Schule – in einen schönen Text transferieren.
Es geht, wie der Posttitel vorgibt, um einen Pilz, der uns, beginnend im Oktober 2015, monatelang beschäftigt hat.
Mal sehen, wem dazu die schönste Geschichte gelingt.














Wenn Sie sich zum „Birkenporling“ kundiger machen wollen, geben Sie das einfach als Suchbegriff in eine Suchmaschine ein.
Sie werden reichhaltig fündig!
In dem einschlägigen „Wikipediaartikel“ können Sie nachlesen, warum die Fanø-Pilzexpertin Gudde einen Birkenporling als Messerscheide verwendet, dass Ötzi zwei Birkenporlinge mit sich führte, und dass der Pilz in früherer Zeit, in dünne Scheiben geschnitten, als Bandage zur Wundheilung benutzt wurde.
Es muss also etwas dran sein an seiner antibiotischen Wirkung!

Nachtrag:
Zu jener Zeit weiß ein Versandhändler zu berichten, ein Kunde habe erstanden:


Dienstag, 1. Januar 2019

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:
Kurt Vogelsberger
Fanø 2019
Wolfsangel 9
67663 Kaiserslautern

Kontakt:
Email-Adresse: kurtf.vb(at)gmail.com

Hinweis:
Um Spam-E-Mails zu vermeiden, habe ich das „@“ in meiner Mail-Adresse durch „(at)“ ersetzt. Bitte verwenden Sie stattdessen wieder das „@“, wenn Sie mich kontaktieren möchten.


Verantwortlich für den Inhalt:
Kurt Vogelsberger

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